FAQ Häufig gestellte Fragen
Ist Take Off das Richtige für mich?
Bei Take Off kannst du Surfen ausprobieren, Grundlagen aufbauen oder gezielt an Details weiterarbeiten — vom ersten Versuch bis zu Intermediate- und Advanced-Coaching. Das Angebot passt zu dir, wenn du deine Unterkunft unabhängig vom Surfkurs wählen und Surf-Sessions, Kurse, private Coachings oder zusätzliche Module passend zu deinem Aufenthalt, deinem Level und deinen Zielen kombinieren möchtest. Weitere Hinweise, die dir helfen einzuschätzen, ob Take Off zu dir passt, findest du in diesem FAQ.
Was bedeutet Advanced-Level?
Für mich hat ein Advanced-Surfer verstanden, wie sich die Energie im Pocket und in steileren Wellenabschnitten nutzen lässt, und kann sein Können und Wissen meistens auch entsprechend einsetzen. Duck Dive und Turtle Roll gehören bereits zur Routine, und Kontrollverluste kommen nur noch gelegentlich vor. Wellenwahl und Timing sind meist kein Thema mehr – außer du surfst an einem neuen Spot, an dem die Wellen ungewohnt brechen. Du suchst eher nach Feinschliff und dem genauen Blick eines Trainers, der dir Hinweise geben kann, wie du bestimmte Manöver verbesserst, die Verbindung zwischen deiner Anatomie und der des Boards stärkst und weitere Werkzeuge entwickelst, um Manöver und unterschiedliche Wellenabschnitte miteinander zu verbinden. Dabei geht es nicht darum, welche Art von Board du surfst. Ob du Shortboard, Longboard oder Foamy bevorzugst, ist nicht entscheidend – solange du dein bevorzugtes Board beherrschst und damit Spaß hast.
Was bedeutet Intermediate-Level?
Intermediate ist an dieser Stelle zu unpräzise. Der Begriff lässt zu viel Raum für Interpretation. Im Allgemeinen arbeitet ein Intermediate-Surfer nicht mehr an den Grundlagen. Paddeln und Pop-up funktionieren. Wenn Positionierung und Timing stimmen, kannst du die Welle meistens seitlich abfahren und Geschwindigkeit und Richtung kontrollieren. Typische Baustellen auf diesem Level sind Wellenwahl und Timing, fehlende technische Präzision bei Manövern, Probleme mit Duck Dive und Turtle Roll sowie der Rückweg ins Line-up, ohne „on the inside“ hängen zu bleiben. Wenn du unsicher bist, welches Format zu dir passt, solltest du Folgendes bedenken: In Intermediate- und Advanced-Sessions paddeln wir ins Line-up, nehmen eine Welle und paddeln anschließend wieder hinaus – und das mehrmals. Wir surfen in der Breaker-Zone, wo das Wasser zu tief ist, um sich watend fortzubewegen oder die Position zu halten. Damit du von diesen Sessions profitieren kannst, sollte dich die Aussicht darauf, viel paddeln zu müssen, um zurück ins Line-up zu kommen und beim Warten auf das Set deine Position zu halten, nicht abschrecken. Den Satz „Ja, die Turtle Roll wurde mir schon gezeigt, aber ich mache sie nicht gerne“ kann ich gut nachvollziehen. Er ist allerdings ein klares Zeichen dafür, dass du noch nicht so weit bist. „Ich mache die Turtle Roll routiniert, möchte aber auf kürzere Boards umsteigen und lernen, einen Duck Dive richtig auszuführen“ passt dagegen wesentlich besser zu einer Intermediate- oder Advanced-Session. Die Tauchtechniken – und das Verständnis dafür, welche davon mit welchem Board funktioniert – sind unverzichtbar, damit du auf dem Rückweg nicht hängen bleibst und unnötig Zeit und Kraft verlierst. Wenn du beschließt, dass dir keine von beiden gefällt, wirst du sie nicht üben. Dann werden sie nie so funktionieren, wie sie sollen – und gefallen werden sie dir dadurch auch nie.
Was ist, wenn ich auf der Welle der Intermediate- oder Advanced-Beschreibung entspreche, aber auf dem Weg
zurück ins Line-up ständig Probleme bekomme, sobald die Wellen höher als 5 bis 6 Fuß sind?
Meiner Erfahrung als Coach nach ist das meistens entweder ein Zeichen für die falsche Strategie bei der Boardwahl und beim Weg zurück ins Line-up, ein technisches Problem — oder beides. Das deckt sich übrigens auch mit meiner eigenen Erfahrung von vor mehr als anderthalb Jahrzehnten. Wenn du unsicher bist, melde dich einfach bei mir. Wir können schreiben oder telefonieren und gemeinsam herausfinden, was für dich am sinnvollsten ist. Es gibt immer Möglichkeiten: entweder Privatunterricht oder die Teilnahme an einer meiner Beginner-&-Refresher-Sessions. Ich weiß, dass die meisten von euch auf die erste Möglichkeit nicht besonders scharf sind und auf die zweite noch weniger — aber warte kurz und lies, warum das keinen Schritt zurück bedeutet: Meine Philosophie ist, dass jeder Surfer in einer Gruppe ein individuelles Profil mitbringt, das entsprechend individuell behandelt werden muss. Die Methoden für bestimmte Themen können zwar gleich sein, das jeweilige Thema ist aber nicht zwangsläufig für alle dasselbe. Deshalb liegen meine Gruppengrößen sowohl bei Beginner- als auch bei Intermediate-/Advanced-Sessions unter dem von nationalen und internationalen Surfverbänden festgelegten Limit von acht Personen pro Instructor. Während viele Surfschulen, besonders in touristischen Regionen, versuchen, Anfänger nicht mit zu viel Hintergrundwissen zu langweilen, vermittle ich wichtige Konzepte von Anfang an. Nicht alles auf einmal, sondern Schritt für Schritt. Zu jedem Teil der praktischen Anleitung gehört auch die passende Theorie, damit du die Dynamik zwischen dir und den Eigenschaften des Boards verstehst. Zum Beispiel: wie Foil — also das Querschnittsprofil eines Boards —, Rocker und Rail Shape zusammen mit dem Outline des Boards mit Stand und Footwork auf der Wellenwand zusammenspielen. Oder in Bauchlage: wie du dieselben Eigenschaften des Boards für leichteres Paddeln nutzt oder das Board für den Take-off richtig trimmst, indem du beim Anpaddeln der Welle Haltung und Körperspannung einsetzt. Das bedeutet: Für die Beginner in der Gruppe kann der Input, den du in die Session mitbringst, bereits einen interessanten Ausblick und zusätzliche Einblicke bieten, auch wenn diese Inhalte im Wasser für sie noch nicht direkt anstehen. Umgekehrt kannst du von Themen profitieren, die in deiner Beginner-Phase vielleicht ausgelassen wurden, oder sie als Auffrischung nutzen und Dinge aus deinen ersten Sessions wieder aktivieren, die mit der Zeit in den Hintergrund geraten sind. Ich teile die Levels eigentlich nur deshalb auf, weil wir irgendwie zusammenbleiben müssen — ich bin schließlich kein Higgs-Teilchen und kann nicht gleichzeitig an zwei Orten sein. Wenn du in einer Intermediate- oder Advanced-Session auf der Inside hängen bleibst und ich bei dir bleiben muss, um dir den Weg zu zeigen, zu helfen und dich hinauszuführen, wartet der Rest der Gruppe unbeaufsichtigt im Line-up und verpasst wichtiges Feedback zu den Wellen, die in der Zwischenzeit gesurft werden. Aus Gründen der Fairness und Sicherheit versuche ich diese Situation zu vermeiden. In Beginner-Sessions ist es dagegen einfach, die Gruppe zusammenzuhalten, weil wir auf der Inside in hüft- bis brusttiefem Wasser surfen. Dich etwas weiter hinauszuführen, dir zu zeigen, wie du den Channel findest und nutzt und deine Dive-Techniken zu üben, ist dort kein Problem. Du übst gemeinsam mit den niedrigeren Levels, ins Line-up zu kommen und wieder ins flachere Wasser zurückzukehren — statt umgekehrt schon schnell hinaus paddeln können zu müssen, um überhaupt von der Session zu profitieren. So kann ich jederzeit bei allen Teilnehmern bleiben. Und wenn deine Arme müde werden, kannst du auf der Inside bleiben, kurze Wiederholungen einbauen und Routine in dem aufbauen, was du bereits gelernt hast.
Warum sind die Gruppen bei Take Off kleiner?
Wenn ich eine Übung ernsthaft durchführe, brauche ich pro Teilnehmer mindestens 3–5 Minuten, um sie zu erklären, zu überprüfen und zu korrigieren. In einer Gruppe mit 8 Personen können drei grundlegende Übungen schnell anderthalb bis zwei Stunden am Strand bedeuten — während der größte Teil der Gruppe hauptsächlich zuschaut und lächerlich wenig Zeit für die eigentliche Praxis im Wasser übrig bleibt. In einer kleinen Gruppe wird eine Übung dagegen zu einem sinnvollen Block von 15–20 Minuten. Alle bleiben nah genug am Geschehen, um mitzubekommen, was passiert, auch wenn sie gerade nicht selbst an der Reihe sind. So ergibt sich die Theorie hinter der Übung ganz natürlich aus den individuellen Korrekturen für die ganze Gruppe — und anschließend nehmen wir das Ganze wieder mit ins Wasser. Ich habe zwei Möglichkeiten: die Gruppe möglichst voll zu machen, um den Umsatz zu maximieren, und wichtige Teile zu kurz kommen zu lassen, nur damit alles in den Zeitrahmen passt. Oder die Gruppe klein zu halten, die Arbeit richtig zu machen und die Session gemeinsam mit meinen Schülern zu genießen, weil ich sehe, dass alle beteiligt sind, Spaß haben und Fortschritte machen.
Warum kosten Folgesessions 10 € weniger?
Grundsätzlich verursacht jede Buchung einen ähnlichen organisatorischen Aufwand — egal, ob es um einen, drei oder mehrere Tage geht. Gerade bei Beginnern ist die erste Session aber die wichtigste. Nach der ersten Session wird es für dich und für mich einfacher: Ich kenne bereits dein Level, deine Ziele und die Punkte, an denen wir arbeiten müssen, und du hast schon gelernt, wie du mit Board und Wellen umgehst. Weniger Aufwand für mich, günstiger für dich.
Kann ich einzelne Sessions buchen oder brauche ich einen Kurs?
Du kannst einzelne Sessions buchen oder mehrere Tage planen — je nachdem, was zu deinem Ziel, deinem Aufenthalt und den Bedingungen passt. Eine einzelne Session ist ein guter Einstieg, wenn du Surfen ausprobieren, meinen Unterrichtsstil kennenlernen oder nach einer Pause wieder reinkommen möchtest. Sobald du dich im Wasser sicher genug fühlst — oder wenn du schon eine Weile surfst — kann es sinnvoll sein, Coaching-Sessions mit selbstständigem Free Surfen abzuwechseln. So vertiefst du das Gelernte, sammelst eigene Erfahrungen und nutzt spätere Sessions, um Schwierigkeiten zu besprechen, Fehler zu korrigieren und neue Skills hinzuzufügen.
Warum gibt es keine festen Kurszeiten wie bei klassischen Surfkursen?
Viele Surfkurse arbeiten mit festen Vormittags- oder Nachmittagszeiten. Bei Take Off richten sich die Kurszeiten nach Tide, Wellen und Wind, weil nicht jeder Moment gleich gut zum Lernen ist. Für Anfänger sind zum Beispiel sanfte, lang auslaufende Wellen oft viel wertvoller als möglichst spektakuläre Bedingungen. Sie geben mehr Zeit, mehr Wiederholungen und mehr Sicherheit. Die konkreten Zeiten hängen deshalb von deinem Aufenthaltsdatum ab. Ebbe, Flut und Tidenhub folgen dem Mondzyklus und verschieben sich von Tag zu Tag. Sobald ich weiß, wann du auf Lanzarote bist, kann ich dir sagen, welche Zeitfenster für deinen Kurs oder deine Sessions sinnvoll sind. Das ist etwas ungewohnter als ein fester Stundenplan, hat aber einen klaren Vorteil: Wir können den besten Moment des Tages nutzen, statt gegen die Bedingungen zu arbeiten.
Wann ist die beste Zeit für Anfänger und Gelegenheitssurfer auf Lanzarote?
Für Erwachsene ist die geeignetste Zeit für einen Anfängerkurs auf Lanzarote normalerweise von Mitte April bis Mitte November. In diesem Zeitraum sind lang anhaltende Winterstürme und Winterswells weniger wahrscheinlich. Für Kinder unter 14 Jahren empfehle ich die Sommermonate von Juni bis etwa Mitte September. Das bedeutet aber nicht, dass außerhalb dieses Zeitraums kein Anfängerunterricht möglich ist. Herbst und Winter sind Wellen-Prime-Time — häufig allerdings etwas übertrieben „prime“: Der Winter bringt manchmal Windstärken und Wellenhöhen mit sich, die Beginner-Sessions schwieriger beziehungsweise deutlich anstrengender und in manchen Fällen unmöglich machen. Hinzu kommt, dass alte Faustregeln heute weniger zuverlässig sind als früher. In den letzten Jahren ließ sich immer wieder beobachten, dass typische Wettermuster später einsetzen, früher auftreten oder deutlich anders ausfallen als über längere Zeiträume gewohnt. Deshalb gibt es die Flexible Sessions, mit denen du während deines Aufenthalts flexibel auf Wetter und Wellen reagieren und Sessions bei Bedarf verschieben kannst. Der 5 Days +Plus-Kurs findet innerhalb der geeigneteren Jahreszeit statt und berücksichtigt, wie alle Sessions bei Take Off, zusätzlich Ebbe und Flut.
Surfen gehen oder Surfen lernen — wo ist der Unterschied?
Beim freien Surfen geht es darum, das, was du schon kannst, in Spaß, Adrenalin oder einfach eine gute Zeit im Wasser zu verwandeln. Ohne Frage: Auch dabei sammelst du Erfahrung. Beim Surfen-Lernen geht es darum, dass du ein Ziel hast: nach der Session besser zu surfen als vorher. Ein Surfcoach hilft dir, deine Erfahrungen einzuordnen: Was ist da gerade passiert? Warum funktioniert etwas nicht so wie gewollt? Und was bringt dich an dieser Stelle wirklich weiter? Trial and Error ist sinnvoll — aber vor dem nächsten Versuch sollte aus dem "Error" eine Erkenntnis werden. Manchmal reicht eine kleine Korrektur per Zuruf. Manchmal muss ein Bewegungsablauf noch einmal an Land verfeinert und angepasst werden — oder wir nehmen genauer auseinander, wie Board, Welle und Körper in einer bestimmten Situation zusammenspielen.
Kann ich als Erwachsener noch surfen lernen?
Ja, du kannst auch als Erwachsener noch surfen lernen. Egal, ob mit 25, 35, 45 oder später: Alter allein ist nicht der entscheidende Faktor. Wichtiger sind Schwimmfähigkeit, Grundfitness, Beweglichkeit und ein realistischer Umgang mit dem Meer. Kinder lernen oft schneller, weil sich viele Reflexe noch nicht so stark eingefahren haben und für sie vieles noch komplett neu ist. Erwachsene dagegen greifen in Sachen Gleichgewicht und unerwartete Fortbewegung unwillkürlich auf Reflexe zurück, die sich ein Leben lang bewährt haben. Dafür können Erwachsene besser abstrahieren, sich konzentrieren und rational mit Furcht, Schreck oder Frustration umgehen. Mit anderen Worten: Es herrscht ausgleichende Gerechtigkeit. Mach dir über das Alter also nicht zu viele Gedanken — erst recht nicht, wenn du einen sportlichen, aktiven Lebensstil führst. Wenn du unsicher bist, können wir gemeinsam schauen, ob eine Gruppensession, Privatunterricht oder ein angepasster Einstieg am besten passt.
Brauche ich Vorerfahrung oder ein bestimmtes Fitnesslevel?
Das kommt darauf an. Vorerfahrung im Surfen brauchst du nicht. Du solltest dich aber natürlich im Wasser und in Wellen wohlfühlen. Bei der Fitness ist es ziemlich einfach: Surfen ist ein Sport, dessen Intensität sich mit den Bedingungen verändert. Je fitter du bist, desto besser. Du musst definitiv kein Athlet sein. Es hilft allerdings, wenn du grundsätzlich gerne aktiv bist und Sport treibst.
Was ist, wenn ich Angst oder großen Respekt vor dem Meer habe?
Angst macht es schwer, zu lernen, sich auf das Wesentliche zu konzentrieren und den Prozess zu genießen. Respekt vor dem Meer ist dagegen gut und wichtig: Er hilft dir, Situationen zu vermeiden, in denen Panik aus einer Herausforderung eine echte Gefahr machen kann. Einerseits kann Surfen dabei helfen, Ängste zu überwinden; andererseits kann der Versuch auch nach hinten losgehen. Am besten meldest du dich bei mir, und wir sprechen persönlich darüber, welche Lösung für dich die richtige ist.
Gibt es beim Surfen die eine richtige Technik?
Ja und nein. Manche Dinge lassen sich an Körper, Level und Bedingungen anpassen — und sollten sogar angepasst werden, wenn eine Technik sonst nur Frust erzeugt. Beim Aufstehen gibt es zum Beispiel verschiedene Varianten, die je nach Beweglichkeit, Kraft und Situation sinnvoll sein können. Andere Dinge haben deutlich weniger Spielraum. Ein gutes Beispiel ist die Position beim Paddeln: Liegst du zu weit vorne, taucht die Nose leichter ein und das Board kann dich in der Welle überschlagen. Liegst du zu weit hinten, wird das Paddeln schwer und du bekommst die Welle kaum. Deshalb sprechen wir vom Sweet Spot. Gute Technik bedeutet deshalb nicht, immer alles gleich zu machen, sondern zu verstehen, welche Anpassung in welcher Situation sinnvoll ist — und wo es wenig Spielraum gibt.
Longboarding oder Shortboarding?
Ich persönlich mag beides — je nachdem, was die Welle hergibt, wie fit ich mich gerade fühle oder worauf ich einfach Lust habe. Longboards paddeln schneller und können Wellen schon bekommen, wenn sie noch rund und wenig steil sind. Das größere Board bietet mehr Stabilität und erlaubt eine aufrechtere Haltung, einen engeren Stand und mehr Bewegung auf dem Board. Ein Shortboard ist agiler, aber auch instabiler; deshalb wird es meist mit tieferer Haltung und weiterem Stand gesurft. Beide Stile strikt zu trennen, ergibt für mich — besonders für Gelegenheitssurfer — wenig Sinn, außer es geht bewusst um eine persönliche Vorliebe oder ein konkretes Ziel. Beim Longboarding profitierst du manchmal von Bewegungen, die eher aus dem Shortboarding kommen — und umgekehrt. Wer beides kann, hat einen Vorteil, weil es in beiden Varianten Momente gibt, in denen du auf die jeweils andere Technik zurückgreifen musst. Für Beginner ist es deshalb sinnvoll, auf einem größeren Board mit einer etwas stabileren, tieferen Haltung und einem leicht weiteren Stand zu arbeiten. So bekommst du mehr Kontrolle beim Start und bleibst trotzdem flexibel genug für erste Richtungswechsel. Auch für Fortgeschrittene gilt: Wer sich nicht auf eine Surf-Art oder einen Boardtyp versteift, kann sich besser an die Bedingungen anpassen und mehr aus den Wellen machen, die gerade da sind.
Muss ich am Meer leben, um gut surfen zu lernen?
Nein — aber wenn deine Zeit am Meer auf Urlaube und Surftrips beschränkt ist, brauchst du einen realistischen Plan. Begrenzter Aufenthalt, Reisezeit und Kosten gehören für landlocked Surfer zur Realität. Deshalb bringt dir eine klare Strategie oft mehr als einfach nur „so viel Zeit wie möglich im Wasser“. Sobald die Basics sitzen — Paddeln, Gleiten, Aufstehen und sicherer Umgang im Weißwasser — kann es sinnvoll sein, selbstständiges Free Surfen und gezieltes Coaching abzuwechseln. So vertiefst du das Gelernte, sammelst eigene Erfahrungen und kannst später wieder mit Feedback an wiederkehrenden Problemen oder neuen Skills arbeiten. Landlocked zu sein ist aber nicht nur ein Nachteil. Wenn du Boards vor Ort leihst, kannst du je nach Bedingungen verschiedene Boardtypen ausprobieren und besser verstehen, welche Shapes für welche Bedingungen gemacht sind. So merkst du mit der Zeit, welches Material dir bei schwächeren, runderen Wellen mehr Wave-count bringt — und welches Board bei kräftigeren, steileren Bedingungen mehr Kontrolle und Performance ermöglicht. Praktische Tipps zu Board- und Spotwahl, worauf du beim Mieten oder Kaufen eines Boards achten solltest und zum sinnvollen Weiterüben fließen in die Session mit ein.
Was genau ist Surfskaten?
Skateboarding hat seine Wurzeln im Surfen. Moderne Surfskates sind so konzipiert, dass sie möglichst direkt nachbilden, wie ein Surfboard auf Gewichtsverlagerung, Druck, Timing und Geschwindigkeit reagiert. Übungen lassen sich deutlich häufiger wiederholen als im Wasser. Manöver können in kleine, einfache Teile zerlegt und einzeln trainiert werden. Dadurch kannst du dich leichter auf Bewegungsabläufe und Balance konzentrieren, ohne gleichzeitig über Wellenwahl, Paddeln, Timing und all die anderen Dinge nachdenken zu müssen, die beim Surfen im Wasser zusammenspielen. Mit dem Surfskate kannst du deine Fähigkeiten zwischen einzelnen Sessions und Surftrips aufrechterhalten und verbessern – und findest nach längeren Zeiten ohne Wellen schneller wieder hinein.
Wo lernt man am besten surfen?
Der beste Spot ist nicht automatisch der bekannteste oder spektakulärste. Entscheidend ist, ob du dort auf deinem aktuellen Level sinnvoll üben kannst: Bekommst du genug Wellen? Gibt es genug Platz? Passen die Wellen und der Untergrund, über dem sie brechen, zu dem, woran du arbeiten möchtest, und zu deinem Erfahrungslevel? An sehr vollen oder anspruchsvollen Spots konkurrieren oft viele Surfer um nur wenige Wellen. Intermediates verbringen dann schnell viel Zeit mit Warten, Ausweichen und Zuschauen, anstatt wirklich zu lernen. Ein weniger spektakulärer Spot mit mehr erreichbaren Wellen kann deshalb oft die bessere Wahl sein. Zur Spotwahl gehört auch, das Line-up zu verstehen: Wo sollte ich mich positionieren? Wann warte ich besser? Welche Welle passt wirklich zu meinem Level? Solche Themen behandle ich nicht als trockene Theorie, sondern dann, wenn sie im Wasser oder bei der Sessionplanung konkret relevant werden.
Kann ich an Surfkursen teilnehmen, auch wenn ich noch nie auf einem Board gestanden habe?
Ja, natürlich. Genau dafür sind Surfkurse da.
Muss ich schwimmen können?
Ja. Sicher schwimmen zu können, ist eine Grundvoraussetzung. Auch unter anfängerfreundlichen Bedingungen bleibt das Meer eine dynamische Umgebung. Wenn du dich im Wasser noch unsicher fühlst, ist ein Gruppenkurs oft nicht der beste Einstieg. In diesem Fall können Privatunterricht oder Freiwasserschwimmen der sinnvollere erste Schritt sein.
Warum sind manche Formate erst ab 18?
Der Hauptgrund ist, dass die Teilnehmer in der Gruppe hinsichtlich Größe, Gewicht und Belastbarkeit ähnlich genug sein sollten. Aber auch Gruppendynamik, Kommunikation und die praktische Organisation rund um Unterkunft, Mobilität und den gesamten Ablauf spielen eine Rolle. Eltern von fast Erwachsenen dürfen sich merken: Fragen kostet nichts. Faktoren wie entspannte Wellenbedingungen können Ausnahmen möglich machen.
Gibt es Fotos, Videoaufnahmen oder Videoanalysen?
Die GoPro ist bei den Sessions immer dabei — an Land und im Wasser. Aufnahmen, die während des Kurses entstehen, kann ich dir anschließend zur Verfügung stellen. Wenn du eine genauere Auswertung möchtest, kannst du zusätzlich eine separate Videoanalyse als Add-on buchen.
Was deckt die Unfallversicherung ab?
Die Unfallversicherung deckt Unfälle ab, die eindeutig im Zusammenhang mit der gebuchten Aktivität entstehen — zum Beispiel, wenn du von einem Board getroffen wirst, umknickst, dir etwas ausrenkst oder dich am Spot verletzt. Nicht abgedeckt sind medizinische Vorfälle oder Beschwerden, die nicht eindeutig durch die Aktivität selbst verursacht wurden oder mit bereits bestehenden gesundheitlichen Problemen zusammenhängen — auch wenn diese zuvor noch nicht erkannt wurden. Weitere Informationen findest du in den Allgemeinen Geschäftsbedingungen.
Was ist ein guter Sonnenschutz zum Surfen?
Für Surfkurse sind wasserfeste Sonnencremes mit gutem Halt am sinnvollsten. Zinkstifte oder dickere Cremes halten auf Nase, Wangen und anderen stark exponierten Stellen normalerweise deutlich länger als dünnflüssige Lotionen. Letztere laufen durch Spritzwasser, Tropfen von der Stirn und den ständigen Kontakt mit Wasser eher in die Augen. Das kann besonders unangenehm sein, wenn du Salzwasser in den Augen noch nicht gewohnt bist. Entscheidend ist, ob ein Produkt gut hält, zuverlässig schützt und von der Haut gut vertragen wird. Ich empfehle eher robuste Surf-Sonnencremes mit gutem Halt.
Wie komme ich zur Session?
Je nachdem, wo du wohnst, ist ein Mietwagen oft die praktischste Lösung. Kleinere lokale Autovermietungen bieten häufig bessere Konditionen und weniger Überraschungen als Vergleichsportale oder große internationale Anbieter. Zu den lokalen Anbietern direkt am Flughafen gehören Pluscar, Payless, Autoreisen und Proa. So bleibst du flexibel bei Treffpunkt, Kurszeiten und deinen übrigen Plänen auf der Insel. Auch fürs Surfskaten ist das ein Vorteil, denn die besten Spots für Beginner liegen auf der anderen Seite der Insel. Famara hat zwar einen kleinen Skatepark, aber der wird schnell voll.
Gibt es einen Transferservice?
Aus organisatorischen Gründen biete ich keinen Transferservice an. Melde dich trotzdem bei mir, wenn du weder öffentliche Verkehrsmittel nutzen noch ein Auto mieten kannst. Ich helfe dir dann dabei, eine Lösung zu finden.
Wo übernachte ich am besten?
Lanzarote bietet fast alles, was du dir wünschen kannst: ländliche Dörfer, kleine Städte, belebte Ferienorte und surreale Vulkanlandschaften. Die wichtigste Frage ist die Mobilität. Ländliche Orte — einschließlich Famara — sind mit öffentlichen Verkehrsmitteln noch immer nicht besonders gut angebunden. Die einfachste Lösung ist deshalb meistens: Mietwagen nehmen und dort wohnen, wo du dich am wohlsten fühlst. Direkt in Famara ohne Auto zu wohnen, kann für die Surfkurse gut funktionieren. Es macht es allerdings schwieriger, den Rest der Insel zu entdecken — und Lanzarote lohnt sich definitiv auch abseits des Strandes.
Welche Rolle spielt Nachhaltigkeit bei Take Off?
Famara ist für mich nicht nur Kulisse für Surfunterricht. An der großen Diskussion über die touristische Sättigung der Insel möchte ich mich nicht pauschal beteiligen — ich bin selbst vom Tourismus abhängig. Aber ich möchte auch in zehn Jahren noch hier unterrichten können, möglichst an einem Strand, dessen Bedingungen und Charakter erhalten bleiben. Ich lebe seit rund zehn Jahren auf Lanzarote und habe gesehen, wie stark sich der Ort verändert hat. Als ehemaliger Geografiestudent springen mir manche Zusammenhänge vielleicht deutlicher ins Auge: Stranderhaltung, Dünen, Dorf, Surftourismus und sozioökonomisches Gefüge hängen miteinander zusammen. Der Strand von Famara ist kein isolierter Surfspot, sondern Teil eines empfindlichen Natur- und Landschaftsraums im UNESCO Global Geopark Lanzarote und Archipiélago Chinijo. Dazu gehört auch eine besondere Tier- und Pflanzenwelt: In der Gegend um Famara und das Archipiélago Chinijo gibt es endemische und geschützte Arten, etwa den Corregüelón de Famara (Convolvulus lopezsocasi) oder die kanarische Kragentrappe / Hubara (Chlamydotis undulata fuertaventurae). Gerade solche fragilen Systeme leiden, wenn sie saisonal sehr intensiv genutzt werden. Deshalb möchte ich meinen eigenen Impact so klein wie möglich halten. Solange ich von meiner Arbeit leben kann, ist es mir wichtiger, meine Sessions weiterhin persönlich, aufmerksam und kreativ weiterzuentwickeln, als Take Off zu einem größeren Betrieb auszubauen.
Warum ist Take Off bewusst klein?
Der zentrale Grund sind die kleinen Gruppen: Surfunterricht funktioniert für mich besser, wenn ich genug Zeit habe, die einzelnen Teilnehmer wirklich zu beobachten, direktes Feedback zu geben und Aufgaben an Level, Bedingungen und Tagesform anzupassen. Diese kleine Struktur bringt auch organisatorische Vorteile. Am Strand sind wir mit einer kleinen Gruppe mobiler und können leichter reagieren, wenn sich Bedingungen verändern. Wenn sich zwischen den Sessions etwas verschiebt, lässt sich das einfacher organisieren. Und auch beim Surfskaten macht eine kleine Gruppe Sinn — mit zu vielen Leuten steht man sich im Skatepark schnell gegenseitig im Weg. Dazu kommt ein wirtschaftlicher Punkt: Je größer ein Betrieb wird, desto mehr Infrastruktur und Fixkosten entstehen und desto stärker wird der wirtschaftliche Druck, möglichst viele Teilnehmer gleichzeitig in Kurse zu bringen. Ich möchte von meiner Arbeit leben können, aber Take Off nicht so aufbauen, dass am Ende hohe Masse nötig wird, um das System am Laufen zu halten.
Was ist die Geschichte hinter Take Off?
Als ich mich vor zehn Jahren entschloss, nach Lanzarote zu gehen, um Surflehrer zu werden, war ich 29. Nach dem Motto: entweder jetzt oder nie mehr. Damals hatte ich noch ein ziemlich klassisches Bild im Kopf: Surf-Lifestyle, Surfhouse, vielleicht eine kleine Bar oder ein Treffpunkt für Gäste Der Plan war erst einmal: einen Fuß auf die Insel bekommen und den anderen in die Tür zum „Surfbusiness“. Spanisch verbessern, trainieren, arbeiten, Ausbildungen machen und lernen, wie der Alltag am Strand wirklich aussieht. Kurz gesagt: sehen, wo der Hase langläuft. Mit den Jahren hat sich mein Blick verändert. Durch meine eigene Entwicklung im Surfen, die Arbeit auf der Insel, die Ausbildungen als Surfcoach, Lifeguard und Personal Trainer und viele Beobachtungen am Strand wurde aus dieser anfänglichen Idee etwas anderes. Take Off Personal Surftraining ist, wie der Name schon sagt, Surfunterricht — ergänzt durch Methoden aus dem Personal Training und eine Prise Didaktik. Das Konzept ist langsam gewachsen: aus der Arbeit am Strand, aus vielen Erfahrungen mit Schülern, aus Ausprobieren, Beobachten und Dazulernen.
Was gehört für mich zu einer guten Surfzeit auf Lanzarote?
Eine gute Surfzeit sieht nicht für alle gleich aus. Sie hängt davon ab, wie lange du hier bist, welche Bedingungen wir bekommen, was du körperlich mitbringst und wie du deinen Urlaub um die Surf-Sessions herum gestalten möchtest. Genau deshalb wäre für mich auch ein gutes Surf-Camp kein starres Programm, sondern ein flexibler Rahmen. Vieles von dem, was ich später gerne in ein Camp mit Unterkunft bringen möchte, nutze ich schon jetzt am Strand oder als zusätzliche Module: Surfskate, Schwimmen, funktionelles Training und kurze Theorieblöcke. An surffreien Tagen kann ich auf Wunsch Wanderungen organisieren – eine Möglichkeit, Lanzarote auch von der Landseite aus kennenzulernen. Je nach Ziel, Level und Aufenthalt kannst du dir aus diesen Elementen deine eigene Surf-Woche zusammenstellen. Du kannst einzelne Sessions, mehrere Surftage, private Coachings oder zusätzliche Module wie Surfskate, Schwimmen oder Active Recovery kombinieren.
Wie setzen sich die Preise zusammen?
Ich versuche, Surfcoaching bezahlbar zu halten, weil für mich als landlocked Surfer die Kosten immer eine der größten Hürden waren. Meine Preise basieren auf einer kleinen Struktur: kein Shop, kein großes Büro, kein großer Mitarbeiterapparat — dafür gut gepflegtes Material, Versicherung, Vorbereitung, Coachingzeit, die Arbeit rund um jede Buchung und ein großer Teil der Website- und Hintergrundarbeit, den ich selbst übernehme, um die Struktur schlank zu halten. Take Off soll wirtschaftlich stabil genug sein, um das Material in gutem Zustand zu halten, mein Angebot mit der Zeit weiterzuentwickeln und etwas an den Sport zurückzugeben, der mein Leben in den vergangenen 15 Jahren geprägt hat.
Über Mich
Ich bin Conrad, ISA-zertifizierter Surf Coach, ausgebildeter Lifeguard und IFBB Personal Trainer. Seit 2016 lebe ich auf Lanzarote. Ursprünglich bin ich wegen des Surfens hierhergekommen — geblieben bin ich aber nicht nur wegen der Wellen. Surfen bedeutet für mich mehr als Spaß, Sport, Adrenalin und Action. Es ist auch eine Möglichkeit, abzuschalten, Abstand zu gewinnen und wieder mehr bei sich selbst anzukommen. Lanzarote hat mir genau das auf eine besondere Weise gezeigt. Bei Take Off unterrichte ich alle Sessions selbst. So bleibt der Unterricht persönlich, und ich weiß, woran du gerade arbeitest — ob du zum ersten Mal auf dem Board stehst, nach einer Pause wieder einsteigst oder gezielt weiterkommen möchtest.